Kleiner Mostviertel-Abstecher: regionale Produkte und ein schattiges Plätzchen

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Geheimnisse sind bei mir wirklich sicher. Wenn es jedoch um kulinarische Geheimtipps geht, singe ich gerne wie ein Vöglein. Vor ein paar Tagen durfte ich mich selbst über eine Restaurant-Empfehlung freuen, denn umso wichtiger sind derartige Tipps, wenn man unterwegs ist oder sogar in der Heimatregion Neuentdeckungen gibt. Daher möchte ich heute den Gasthof Hueber in St. Georgen an der Leys vorstellen, wo ich sonst wahrscheinlich niemals hingekommen wäre, denn der Ort St. Georgen an der Leys hat meines Wissens nach keine nennenswerten Attraktionen bzw. fährt man wahrscheinlich sonst nur durch.

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Warum ist dieser Gasthof einen Besuch wert?
Long story short: die Küche fabriziert hervorragendes Essen mit regionalen Zutaten und der Gastgarten ist sehr gemütlich.

Short story long:
Wie ich erfahren habe, kochte der Juniorchef bis vor kurzem im Haubenrestaurant „Smaragd“ (À-la-carte-Gourmetlokal des Hotel Schachner in Maria Taferl mit 2 Gault-Millau-Hauben und nur 6 Tischen). Nun ging er in den elterlichen Betrieb zurück und haucht dem Gasthof frischen Wind ein. Seine Kreationen sind stark auf regionale Zutaten (Salat aus der Region, Brot, Schafkäse, Fisch aus dem Ort, etc.) ausgelegt, mit viel Raffinesse gepaart und einem mehr als fairen Preis-Leistungs-Niveau gekrönt.

Da unser Besuch an einem sehr heißen Sommertag war, haben wir im wunderschönen Gastgarten Mittag gegessen – gleich neben dem hauseigenen Kräuter- und Gemüsegarten.

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Ich habe die marinierten Ochsenherztomaten mit König’s Schafkäse, Basilikum und gebratenem hausgemachten Kartoffelbrot (mit Speckstücken in der Krumme und einer herrlichen Kruste!) um 5,90 Euro gegessen und war danach wirklich gut gesättigt.

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Meine Begleitung gönnte sich eine große Portion steirischer Eierschwammerlsauce mit einem fluffigen Semmelknödel um 10,90 Euro und einem gemischten Salat (alles selbstgemacht: Karotte, Erdäpfel !!!, Zucchini-Kohlrabi, Kraut, Blattsalat) um 2,50 Euro. Ein wirklich herrliches Mittagessen um einen sehr fairen Preis in sehr schöner Umgebung. Herz, was willst du mehr?

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Ich werde dem Gasthof Hueber sicherlich bald wieder einen Besuch abstatten und diesen Beitrag um weitere Kommentare ergänzen, aber in der Zwischenzeit kann ich euch nur wärmstens empfehlen, selbst einmal vorbeizuschauen!

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Tastes good to me!

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Der Fisch ist „on fire“

Tartuf

Wie oft ist es mir in Wien schon passiert dass ich in einem Restaurant gelandet bin, wo ich niemals von alleine hinein gehen würde, wenn ich z.B. daran vorbei spaziere. Jedoch waren diese kulinarischen Ausflüge bisher noch nie eine Enttäuschung weshalb es mich umso mehr freut, wieder einen neuen Geheimtipp in Wien kennengelernt zu haben (danke an R. für den Tipp). Da ich das Restaurant genial finde und hiermit zum Zwecke des langen Fortbestands dieser Lokalität mit etwas Werbung beitragen will, teile ich diesen Geheimtipp mit euch!

Das istrische Fischrestaurant Tartuf liegt nicht gerade an einer der nettesten Ecken von Wien, wo man zufällig hineinstolpert, denn die Felberstraße ist nach wie vor für etwas andere Etablissements bekannt, zum Glück ist der Eingang am anderen Hauseck, wodurch die Adresse nicht auf die besagte Straße hindeutet!. Umso freundlicher wird man jedoch empfangen und gerade weil das Interior Design nicht gerade dem letzten Trend nachjagt, kommt auch etwas Urlaubsstimmung auf, als wäre man gerade in Kroatien. Von der doch sehr rustikalen Einrichtung darf man sich hingegen nicht täuschen lassen, denn was hier am Teller landet, wertet den Stylefaktor des Lokals enorm auf. Beim Studieren der Menükarte merkt man sofort, dass hier der Fisch das Hauptthema der Küche bildet und die freundliche Servicekraft zählt die zusätzlichen und frisch eingetroffenen Schätze des Meeres auf.

Zur Begrüßung gab es ein Crostini mit Lachs-paté und gegrilltem Oktopus und das Brot inkl. Olivenöl waren ebenso von bester Qualität. Ein gute Start, der auf mehr hoffen lässt.

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Als Vorspeisen haben wir uns für den tagesfrischen Oktupussalat, ein Thunfisch-Carpaccio mit einer Honig-Limetten-Olivenöl-Emulsion auf glasierten roten Zwiebeln und „Salsa verde“ sowie die glasierte Wachtel in Blütenhonig mit gebratenem Eigelb, Erbsenpulver, istrischen Prosciutto – Chips und weißen Motovuner Trüffel entschieden.

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Oktopus-Salat

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Glacierte Wachtel

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Glacierte Wachtel mit Wachtelei… mmmhhh

Nicht nur dass die Speisen wunderschön angerichtet waren, es hat auch exzellent gemundet und die Vorfreude und Wartezeit auf den Hauptgang – Wolfsbarsch in der Salzkruste mit Spinat und Gemüse – versüßten wir uns mit einem herrlichen Weißwein namens „Grasevina“ vom Krauthacker aus Slovenien. Die Slowenen und Kroaten machen mittlerweile wirklich sehr gute Weißweine! Der Flaschenpreis mit 32,- Euro war zwar nicht günstig jedoch ok.

Und plötzlich erregt die Kellnerin meine Aufmerksamkeit … der Koch war mittlerweile mit dem Fisch in der Salzkruste aus der Küche gekommen, doch der brannte lichterloh…

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The fish, the fish, the fish is on fire.

Ein netter Gag, der den Sinn-für-Humor unseres Kochs widerspiegelte und rein für Showzwecke diente, wie sich schnell herausstellte. Danach wurde der Wolfsbarsch professionell ausgelöst und schön angerichtet serviert. Besser geht nicht: der Fisch komplett frisch, zart und saftig, das Karöttchen noch bissfest und der Spinat mit einem Hauch von Knoblauch und natürlich ein Schuss Olivenöl über dieses wunderbare Gericht geträufelt!

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Wolfsbarsch in der Salzkruste gegarrt.

„Leben wie Gott in Frankreich“ … pah, wer will das schon, wenn man den nächsten Kurzurlaub gleich ums Eck an der Felberstraße, neben dem Westbahnhof haben kann! Es sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass ein vorzügliches und sehr faires Mittagsmenü angeboten wird (3 kleine Gänge um 13,90 Euro).

Schön wenn Völkerverständigung so gelebt wird, wie hier, denn der Ausspruch „etwas Süßes geht immer“ wurde gleich in die kroatische Gastronomie-Philosophie übernommen und so ordern wir noch alle drei verfügbaren Desserts.

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Mousse au Chocolat mit Zimt und einer Waldbeeren- und Terranosauce

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Cheese Cake mit istrischem Olivenöl

Das Schokomousse mit Zimt war sehr fein und nicht zu süß. Nicht ganz so herausragend war die interessante Interpretation des „Cheese Cakes mit istrischem Olivenöl“ was jedoch ruhig ein wenig intensiver nach Olivenöl hätte schmecken dürfen.

Da es mir beim dritten Dessert komplett die Sprache verschlagen hat, habe ich leider kein Foto mehr gemacht, aber keine Sorge, dass wird nach dem bald anstehenden nächsten Besuch noch nachgereicht! Das Souffle aus Schokolade in einer kalten Vanille- und Trüffelsoße konnte wirklich noch einen krönenden Abschluss auf dieses großartige Menü bieten, denn die Trüffelsoße war so dezent aber faszinierend anders, dass das zartschmelzende Souffle meine Geschmackknospen förmlich zum Dahinschmelzen brachte. Ein wirklich tolles Genusserlebnis und daher kann ich dieses sehr herzlich geführte und vom Preis-Leistungsverhältnis sehr faire Lokal nur jedem ans Herz legen!

Tastes good to me!

Stockholm – Östermalm Must-sees

In Schweden ist’s gut leben… ok, kein perfekter Reim, aber ihr wisst schon, was ich meine. Zu diesem guten Leben gehören auch die Köstlichkeiten im Delikatessen-Tempel „Saluhallen“ im Stadtteil Östermalm. Es ist ein Markt, der in einer großen Halle untergebracht ist und bietet ein ideales Schlechtwetter-Programm bzw. auch eine gute Möglichkeit, frischen Fisch auf schnelle und unkomplizierte Art zu essen.

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Hier bekommt man alles vom Dry-Aged Beef, über fertig zubereitete Speisen für die Mittagspause bis hin zum Sauerteigbrot und den in Schweden heißgeliebten Kanelbullar (Zimtschnecken).

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Und natürlich findet man jede Menge Fisch – entweder frisch im Ganzen oder bereits fertig zum Braten oder Kochen. Und das schöne … alles ist so frisch, dass es kaum nach Fisch riecht!

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Achtung, bevor du einen der Stände für deine Mittagspause oder einen Snack wählst: Preise prüfen. Ich habe das ziemlich teuerste Lachsbrötchen (Smörrebrod) meines Lebens dort drinnen gegessen 😉

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Nachdem der kulinarische Hunger gestillt und Energie getankt wurde, kann man sich getrost wieder in die unzähligen Designtempel stürzen. Hier ein Tipp, der mir besonders gefallen hat:

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Hier findet man absolute Design-Klassiker aber auch typisch skandinavische Möbel, Lampen, Deko und Innenarchitektur! Wirklich einen Besuch wert!

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Und hier noch der letzte Tipp, der mein Foodie-Herz wirklich höher schlagen ließ: Voltaire im Keller des Einkaufszentrums Pub – auch in Östermalm.
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Das Voltaire ist ein Restaurant, Shop und Café in einem. Und trotzdem geht es dort sehr entspannt zu. Man bekommt höchst originelle Küchenutensilien, ausgefallene Öle, köstliche Teesorten, fair gehandelten Kaffee, neue Trendgetränke wie Kokosnusswasser in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Aloe Vera Drinks, Kochbücher, süße Rohkostsnacks und vieles mehr, was es bei uns in Österreich meines Wissens nach nicht gibt.

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Ein toller Laden! Ich warte nur darauf, dass so etwas bei uns in Wien aufmacht!!

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Viel Spaß beim nächsten Besuch in der wunderbaren Stadt Stockholm!!!

Filmtipp: Madame Mallory und der Duft von Curry

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Heute gibt es zur Abwechslung einmal kein Rezept sondern einen Filmtipp und obendrein verlose ich 2 Kino-Tickets für den Film inkl. einer kleinen Überraschung. Vor kurzem hatte ich das Vergnügen mit ein paar anderen Foodbloggern vorab zum Österreich-Filmstart am 21.8.2014 den Film „Madame Mallory und der Duft von Curry“ (im Original: „The Hundred-foot journey“) anzusehen.

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Schon vor einigen Wochen hatte ich die Filmvorschau gesehen und wurde neugierig. Und der Trailer hat wirklich alle Erwartungen erfüllt. Die Geschichte rund um die indische Familie Kadam, die in Frankreich ein neues Zuhause sowie ihre Zukunft sucht, und die traditionelle Michelin-Stern-Restaurantbesitzerin Madame Mallory, die über diese neuen Nachbarn mehr als unglücklich ist, verzaubert mit wunderschönen Bildern, einer entzückenden Besetzung und einer tiefgründigen Botschaft die Kinozuseher.

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Wobei ich als einzigen Kritikpunkt die Verherrlichung der Guide Michelin Bewertung anmerken muss. Ich kann dem Nachjagen derartiger Kritiker nicht viel abgewinnen seitdem immer häufiger bekannt wird, unter welchen Bedingungen derartige Bewertungen ablaufen. Man sehe sich nur den aktuellen Patzer des Gault Millau in Deutschland an, bei dem Winzer für die Verkostung ihrer Weine nicht nur gratis den Wein zur Verfügung stellen sollen (flaschenweise an die Redaktion versendet), sondern auch noch mit einem „Unkostenbeitrag“ den Gourmetführer mitfinanzieren sollen. Was für ein Dilemma, wenn sich unzählige Top-Winzer öffentlich breit getreten aus den Bewertungen ausschließen lassen!

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Aber das soll nicht das Thema dieses Beitrages sein. Sieht man über diesen Handlungsstrang des Films hinweg, erwarten einen 117 Minuten Filmspaß, bei dem man die indischen Gewürze förmlich riechen kann. Also ich habe zumindest wieder ziemlichen Appetit auf indisches Essen bekommen.

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Und für zwei von euch, denen es jetzt genauso geht, verlose ich 1 x 2 Kinotickets für diesen Film inkl. einer kleinen Überraschung. Die Karten werden unter all jenen von euch verlost, die mir bis 21.8. ein E-Mail auf tastines@gmail.com schicken und beantworten können, wie das indische Restaurant der Familie Kadam im Film heißt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinn kann nicht in bar abgelöst werden. Der Gewinner wird per E-Mail  am 22.8. verständigt.

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Viel Glück!

Bilder Copyrights: Constantin Film
Vielen Dank an Constantin Film für die Zur-Verfügungstellung der Film-Tickets.