Leichtes Sommerkino: „Kiss the Cook“

Bild: (c) thimfilm.at

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Ihr kennt das bestimmt auch, wenn man es seit langem wieder einmal ins Kino schafft, dort eine Vorschau für einen bald erscheinenden Film sieht und sich denkt „den will ich mir ansehen, wenn er läuft“! Tja, bei mir ist dann oft der Fall, dass ich mir nicht den Filmstart merke und letztlich wieder darauf vergesse. Bei diesem Film jedoch habe ich mir das ungefähre Startdatum gemerkt und es sogar geschafft, ihn mir rechtzeitig anzusehen: „Kiss the Cook“ mit Jon Favreau, Sofia Vergarda, John Leguizamo sowie Scarlett Johannsson und Robert Downey Jr. jeweils in Nebenrollen. Regie führte ebenfalls Jon Favreau.

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Die Geschichte handelt vom Spitzenkoch Carl Casper der jahrelang die gleiche Speisekarte im Restaurant Gauloises in Los Angeles rauf und runter kocht. Als sich der wichtigste Food-Blogger und -Kritiker ankündigt, möchte er etwas kreatives kochen, wird jedoch vom Restaurantbesitzer zurechtgewiesen, er möge die Klassiker der Speisekarte bringen und dies führt schließlich zu einer vernichtenden Kritik. Dies verbreitet sich in Zeiten von Social Media wie ein Lauffeuer und Casper (ein Social Media Nackerpatzerl) antwortet mit einem deftigen Tweet. Über kurz oder lang kommt es zum Eklat und Casper verlässt das Gauloises um sich seiner kulinarischen Wurzeln zu besinnen. Er kauft in Miami einen heruntergekommenen Imbisswagen und damit beginnt ein kulinarischer Road Trip, der sein Leben verändert! Mehr möchte ich nun nicht mehr verraten.

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Wie der Film war? Hmm, … vielleicht sollte ich eher mit ein paar Tipps weitermachen:
– Gut essen gehen, bevor ihr euch den Film anseht – am besten spanische oder lateinamerikanische Küche!
– Den Film in englischer Originalfassung ansehen, denn die Synchronstimmen fand ich wirklich schlecht.
– Nicht zu viel Tiefgründigkeit erwarten … Leute, es ist ein Hollywoodfilm…;-) … aber dafür gibt es ein Happy End!

Wenn man diese drei Tipps beachtet, dann wird es ein netter Kino-Abend mit leichter aber guter Unterhaltung an einem heißen Sommerabend, an dem man der abendlichen Hitze in einem gut klimatisierten Kino entfliehen will.

Bild: (c) thimfilm.at

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Tastes good to me!

 

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Swing by vegan!

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Vegan ist in aller Munde und so sprießen auch immer mehr vegane Restaurants in Wien aus dem Boden wie die Frühlingsblümchen. So auch das vegane Fast Food Lokal im 7. Wiener Bezirk: Schillingers Swing Kitchen (Schottenfeldgasse).

Das Selbstbedienungskonzept erinnert auch an die traditionellen Fast-Food-Ketten und ist recht einfach: Anstellen, Aussuchen, Bezahlen, Nummer abwarten, Essen holen.
Die Einrichtung des Lokals lädt nicht gerade zum längeren Verweilen ein, weshalb relativ rasch immer wieder Plätze frei werden. Das Interior-Design ist meiner Meinung nach ein sehr bemühter New-York Style – aber Holz-Kacheln die plötzlich im gleichen Stil in Steinkacheln übergehen … echt jetzt???  Auch nicht unbedingt ausgeklügelt, fehlen doch Kleiderhaken bzw. -ständer, was im Winter etwas unvorteilhaft ist.

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Bei meiner Kostprobe habe ich mich für ein Menü entschieden, das aus einem Falafel-Wrap (Falafel, Tomaten-Humus, Salate, Antipastigemüse, frische Petersilie) mit Gartensalat und frisch gepressten Orangensaft bestand. Der Salat sah sehr ansprechend aus: unterschiedliche, frische Blattsalate, ein paar Karottenraspel, Paprikastückchen, Gurke und Tomate. Leider musste man das Dressing eher suchen, davon war nicht genug am Grünzeug drauf! Der Falafel-Wrap war ordentlich groß und geschmacklich sehr gut. Jedoch war der Wrap-Fladen und auch der Humus kalt und somit kühlten auch die Falafel sehr schnell aus – da gibt es also noch Verbesserungspotential, denn ich habe etwas gegen lauwarmes Essen, das eigentlich warm sein sollte! Ansonsten wird man mit einem derartigen Menü garantiert satt. Wenn man also eine vegane und leckere Alternative zum Mc Donalds ums Eck möchte, ist man in der Swing Kitchen gut aufgehoben.

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Tastes good to me!

Der Fisch ist „on fire“

Tartuf

Wie oft ist es mir in Wien schon passiert dass ich in einem Restaurant gelandet bin, wo ich niemals von alleine hinein gehen würde, wenn ich z.B. daran vorbei spaziere. Jedoch waren diese kulinarischen Ausflüge bisher noch nie eine Enttäuschung weshalb es mich umso mehr freut, wieder einen neuen Geheimtipp in Wien kennengelernt zu haben (danke an R. für den Tipp). Da ich das Restaurant genial finde und hiermit zum Zwecke des langen Fortbestands dieser Lokalität mit etwas Werbung beitragen will, teile ich diesen Geheimtipp mit euch!

Das istrische Fischrestaurant Tartuf liegt nicht gerade an einer der nettesten Ecken von Wien, wo man zufällig hineinstolpert, denn die Felberstraße ist nach wie vor für etwas andere Etablissements bekannt, zum Glück ist der Eingang am anderen Hauseck, wodurch die Adresse nicht auf die besagte Straße hindeutet!. Umso freundlicher wird man jedoch empfangen und gerade weil das Interior Design nicht gerade dem letzten Trend nachjagt, kommt auch etwas Urlaubsstimmung auf, als wäre man gerade in Kroatien. Von der doch sehr rustikalen Einrichtung darf man sich hingegen nicht täuschen lassen, denn was hier am Teller landet, wertet den Stylefaktor des Lokals enorm auf. Beim Studieren der Menükarte merkt man sofort, dass hier der Fisch das Hauptthema der Küche bildet und die freundliche Servicekraft zählt die zusätzlichen und frisch eingetroffenen Schätze des Meeres auf.

Zur Begrüßung gab es ein Crostini mit Lachs-paté und gegrilltem Oktopus und das Brot inkl. Olivenöl waren ebenso von bester Qualität. Ein gute Start, der auf mehr hoffen lässt.

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Als Vorspeisen haben wir uns für den tagesfrischen Oktupussalat, ein Thunfisch-Carpaccio mit einer Honig-Limetten-Olivenöl-Emulsion auf glasierten roten Zwiebeln und „Salsa verde“ sowie die glasierte Wachtel in Blütenhonig mit gebratenem Eigelb, Erbsenpulver, istrischen Prosciutto – Chips und weißen Motovuner Trüffel entschieden.

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Oktopus-Salat

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Glacierte Wachtel

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Glacierte Wachtel mit Wachtelei… mmmhhh

Nicht nur dass die Speisen wunderschön angerichtet waren, es hat auch exzellent gemundet und die Vorfreude und Wartezeit auf den Hauptgang – Wolfsbarsch in der Salzkruste mit Spinat und Gemüse – versüßten wir uns mit einem herrlichen Weißwein namens „Grasevina“ vom Krauthacker aus Slovenien. Die Slowenen und Kroaten machen mittlerweile wirklich sehr gute Weißweine! Der Flaschenpreis mit 32,- Euro war zwar nicht günstig jedoch ok.

Und plötzlich erregt die Kellnerin meine Aufmerksamkeit … der Koch war mittlerweile mit dem Fisch in der Salzkruste aus der Küche gekommen, doch der brannte lichterloh…

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The fish, the fish, the fish is on fire.

Ein netter Gag, der den Sinn-für-Humor unseres Kochs widerspiegelte und rein für Showzwecke diente, wie sich schnell herausstellte. Danach wurde der Wolfsbarsch professionell ausgelöst und schön angerichtet serviert. Besser geht nicht: der Fisch komplett frisch, zart und saftig, das Karöttchen noch bissfest und der Spinat mit einem Hauch von Knoblauch und natürlich ein Schuss Olivenöl über dieses wunderbare Gericht geträufelt!

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Wolfsbarsch in der Salzkruste gegarrt.

„Leben wie Gott in Frankreich“ … pah, wer will das schon, wenn man den nächsten Kurzurlaub gleich ums Eck an der Felberstraße, neben dem Westbahnhof haben kann! Es sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass ein vorzügliches und sehr faires Mittagsmenü angeboten wird (3 kleine Gänge um 13,90 Euro).

Schön wenn Völkerverständigung so gelebt wird, wie hier, denn der Ausspruch „etwas Süßes geht immer“ wurde gleich in die kroatische Gastronomie-Philosophie übernommen und so ordern wir noch alle drei verfügbaren Desserts.

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Mousse au Chocolat mit Zimt und einer Waldbeeren- und Terranosauce

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Cheese Cake mit istrischem Olivenöl

Das Schokomousse mit Zimt war sehr fein und nicht zu süß. Nicht ganz so herausragend war die interessante Interpretation des „Cheese Cakes mit istrischem Olivenöl“ was jedoch ruhig ein wenig intensiver nach Olivenöl hätte schmecken dürfen.

Da es mir beim dritten Dessert komplett die Sprache verschlagen hat, habe ich leider kein Foto mehr gemacht, aber keine Sorge, dass wird nach dem bald anstehenden nächsten Besuch noch nachgereicht! Das Souffle aus Schokolade in einer kalten Vanille- und Trüffelsoße konnte wirklich noch einen krönenden Abschluss auf dieses großartige Menü bieten, denn die Trüffelsoße war so dezent aber faszinierend anders, dass das zartschmelzende Souffle meine Geschmackknospen förmlich zum Dahinschmelzen brachte. Ein wirklich tolles Genusserlebnis und daher kann ich dieses sehr herzlich geführte und vom Preis-Leistungsverhältnis sehr faire Lokal nur jedem ans Herz legen!

Tastes good to me!

Einer von vielen Gründen warum ich Wien liebe

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Es gibt viele Gründe, unsere wunderschöne Hauptstadt zu lieben. Bei mir ist dieses wohlige, schöne Gefühl der Zuneigung besonders stark wenn ich mit viel Zeit im Gepäck durch die Innenstadtbezirke streune, um neue Geschäfte zu entdecken oder endlich die Gelegenheit habe, Empfehlungen von Shops/ Restaurants und Take-aways selbst anzusehen. Und vor kurzem war es wieder einmal so weit. Schon seit längerem wollte ich mir den Gewürz- und Buchladen „Babettes“ ansehen und an so manchen Sonntagen habe ich sehnsüchtig durch die Auslagenscheiben des Ladens „Ma Maison“ gespächtelt. Beide liegen direkt nebeneinander in einem denkwürdigen Haus: dem 1671 erbauten Palais Collalto.

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Ma Maison

Der Laden „Ma Maison“ ist auf feinstes Porzellan, Gläser, Tischwäsche, Weinzubehör, Accessoires uvm. spezialisiert und hier findet man die tollsten Geschenke für designbewusste Kulinarikfans. Natürlich zu einem gehobenen Preis, aber manchmal macht es auch Spaß, sich einfach nur an schönem Design inspirieren zu lassen und den einen oder anderen Wunsch auf der Liste für das Christkind zu ergänzen. Das Sortiment beinhaltet sowohl österreichische als auch internationale Marken und vertreibt tlw. auch Produkte exklusiv für Österreich.

www.ma-maison.at 

Hier nun ein paar Eindrücke:

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Ma Maison

Feines Porzellan

Ma Maison

Hippe Espressotassen

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Ma Maison

Etagère

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Babettes

In so einem Laden könnte ich Stunden verbringen … ebenso im Gewürz- und Buchladen „Babettes„, dass eine Tür weiter seine Pforten öffnet. Hier findet man eine große Auswahl an heimischen, aber auch fein selektierten internationalen Kochbüchern mit den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten (Gemüseküche, vegan/vegetarisch, orientalische Küche, traditionelle Rezepte usw.). Zudem gibt es zwischen Montag und Freitag ein wöchentlich wechselndes Mittagsmenü. Doch das Besondere an dem zweiten, 2008 von Nathalie Pernstich eröffnetem, Geschäft ist meiner Meinung nach die große Auswahl an herrlichen Gewürzen und deren Mischungen. So wie schon im ersten Geschäft im vierten Wiener Gemeindebezirk (seit 2002) wird auch hier der Großeinkauf von Gewürzen und die hauseigene Zusammenstellung von tollen Gewürzmischungen mit viel Know-how sowie Inspiration betrieben. Ich sage nur, vielen Dank für die neuen Eindrücke, das tolle neue Kochbuch über die gesunden Wirkungsweisen verschiedener Gewürze und das lange gesuchte Gewürz „Baharat“!

www.babettes.at 

Hier ein paar Eindrücke:

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Kleiner Sitzbereich im hinteren Teil des Geschäfts

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Auch Kaffee gibt es hier!

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Babettes

… und Cantuccini

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Babettes

Einfach nur gemütlich hier!

 Tastes good to me!

Advent am Bauernhof: Weingut Regner in Traunfeld

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Das Weingut Regner (Hauptstraße 25, 2123 Traunfeld im Weinviertel) ist für mich der Inbegriff von Landidylle, Ruhe, Genuss, Weinphilosophie und positiver Lebensfreude. Im Advent wird dies noch getoppt: hier wird die Vorweihnachtszeit in der Backstube, in der Schnapsbrennerei, mit Glühwein und Maroni, Weinverkostung, Christbaumverkauf und natürlich den besten Köstlichkeiten in der Heurigenstube zelebriert. Das schöne hier ist, dass dies völlig gemütlich, langsam und unaufgeregt über die Bühne geht … ohne dem hektischen Treiben, dass man nun allerorts auf den Adventmärkten vorfindet. Ein herrliche Möglichkeit diesem Stress zu entfliehen und vor allem ein Insidertipp, denn die Familie Regner macht kein großes Aufsehen um diese 3-tägige Veranstaltung, denn die Leute erzählen es weiter und wer einmal dabei war, kommt ohnehin immer wieder.

Hier nun ein paar Stimmungsbilder von einem der liebevollst geführten Weingüter, die ich kenne:

 

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