Die neue Kathedrale des guten Geschmacks

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Ich glaube an den puren Geschmack von natürlichen Lebensmitteln. Ich glaube an die saisonale Küche. Ich glaube an inspirierte Köche, die mich als Gast und nicht irgendwelche Kritiker überzeugen wollen. Ich glaube ein Gläschen Wein zum Essen schadet nie. Das ist mein Glaubensbekenntnis und in der für mich neu entdeckten Kathedrale des guten Geschmacks lässt sich dieses hervorragend spirituell leben. Denn das erst vor kurzem eröffnete „Blue Mustard“ in der Dorotherergasse in der Innenstadt von Wien bietet all diese weltlichen Genüsse zu einem sündhaft guten Preis-Leistungsverhältnis. Bereits beim Eintreten, kommt man ins Staunen, ist im Entrée-Bereich doch tatsächlich ein Foodtruck aufgestellt, der tagsüber mit kleinen Köstlichkeiten und Coffee-to-go versorgt. Weiter hinein, wird man dieser Tage durch die äußerst angenehm klimatisierten Räumlichkeiten erfrischt. Die Tische wurden rund um die zentral stehende Bar arrangiert, die gewissermaßen das Interor-Design-Highlight bildet und an religiöse Bauten erinnert. Dieser Genuss-Religion mit dem spirituellen Führer, Alexander Mayer, trete ich gerne bei, den sie hat mich optisch und geschmacklich voll überzeugt.

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Bestellt werden können 4- oder 6-gängige Menüs oder „À-la-carte“. Meine Begleitung und ich testeten das viergängige das „From Vienna to Napoli“-Menü um 59,- Euro und die sechsgängige Carte Blanche-Menüfolge für wohlfeile 78,- Euro , die sich im Grunde aus einer Überraschungs-Kombination der 3 verfügbaren Menüs zusammenstellt.

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Jedenfalls wird es wohl nicht lange dauern, bis die Allgemeinheit und somit auch die Restaurantbewerter zuschlagen und es dadurch wie immer eine Challenge wird, spontan (also 3 Tage vorher 😉 ) einen Tisch zu bekommen. Daher lieber gleich hingehen, genießen und danach brav dem Herrgot, Allah, Buddah oder sonst wem danken, dass sich doch noch immer wieder motivierte Gastronomen trauen, ein neues Restaurant bei uns in Wien zu eröffnen!

Menü „From Vienna to Napoli“

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Bach Tomaten · Marchfeld Artischocke · Büffelmilch · Basilikum

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styria beef
Eingelegte Eierschwammerl · Kernöl-Guacamole · Liebstöckl · Parisiei

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peperonata Bio
Poularde · Pfefferblatt · Camaro-Garnele · Salsiccia Ravioli

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brioche
Rosen-Marille · Lavendel · Sauerrahm · Mirto

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Carte Blanche Menü

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Mara des Bois Erdbeeren · Rote Früchte · Piment d‘Espelette · Joghurt · Bulgur

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merluzzo „salsa verde“
Atlantik Kabeljau · Venus Muscheln · Grünes Gemüse · Algencrisp

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Butterkaramell · Fleur de Sel · Schokolade

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orient expresso
Arabisches Mokkamousse · Knusprige Milchblätter · Kardamom · Mandeleis

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Tastes good to me!

 

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Travel Guide: Neuseeland, das Essen und der Kaffee

 

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C1 Café in Christchurch mit Sliders in Rohrpostversand

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Caffeine Laboratory – was Süßes geht immer 😉

Neuseeland ist meist für seine Natur, Landschaften, Kiwis, Vögel und Schafe bekannt. Meiner Meinung nach haben die Inseln aber auch kulinarisch einiges zu bieten. Zum Beispiel gibt es wirklich fast in jedem Kuhdorf ein Café, das exzellenten Kaffee serviert. Man darf nur nicht gleich ins erstbeste reinstolpern. Mit ein bisschen Acht auf die richtigen Details wie Kreativität der Speisekarte, Ausweisung der Kaffeemarke, Sauberkeit, Möblierungsstil, findet man sogar einen vierfachen Ristretto als „double short black“ in seinem Kaffeebecher (was aber eine Ausnahme und selbst mir zu viel vom schwarzen Sudgetränk war). Aber der Neuseeländer trinkt seinen Kaffee prinzipiell sehr stark, weshalb auch in der Regel in einem „short black“ (bei uns Espresso oder kleiner Schwarzer) zwei Kaffeeportionen (also sprich ein doppelter Aufguss aber mit einfacher Menge Wasser) drinnen sind. Der „long black“ hingegen ist nicht mit einem italienischen „doppelten Espresso“ oder „großen Schwarzem“ gleichzusetzen, sondern ein „short black“ wird einfach mit heißem Wasser aufgegossen und wäre somit ein „Verlängerter“, wie es so schön in der Wiener Kaffeehauskultur heißt. Ich dachte, ich bin starken Kaffee gewöhnt, aber in Neuseeland habe ich mir meist ein Kännchen heißes Wasser dazu bestellt, was auch überall anstandslos bereitgestellt wird.

 

Außerdem ist der Ansporn der Neuseeländer sehr hoch, sich als echter „Barrister“ zu beweisen und auch etwas „latte art“ in den Cappuccino zu zaubern. Was ich weniger oft entdeckt habe, waren die Alternativen halbfette, laktosefreie oder Sojamilch zu bestellen. Auch die Sirupschwemme, wie in Amerika oder neuerdings auch in Europa blieb dort bisher scheinbar aus – für mich ein weiteres Zeichen von gutem Geschmack der Inseleinwohner und für guten Kaffee, den man nicht mit synthetischen Karamel-, Kokos-, Zimt- und Schokoladegeschmackssirup übertünchen muss.

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Frühstück im Nova Café in Dunedin

Auch beim „Essen im Café“ lassen sich die „Kiwis“ (Anm: Spitzname der Neuseeländer) nicht lumpen und servieren meist verschiedene, mitunter sehr kreative und üppige Frühstücksvariationen und -gerichte, süße und herzhafte Muffins, Scones, englische Pies, Salate, Sandwiches, Aufläufe und natürlich eine reichlich gefüllte Vitrine mit Kuchen, Torten sowie Cookies gehört zum Repertoire – selbst in der tiefsten Provinz.

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Frühstück im Nova Café in Dunedin

Allerdings sollte man über die Öffnungszeiten der verschiedenen Lokale in Neuseeland Bescheid wissen und das gilt auch für alle touristischen Hot-Spots außer Queenstown.

Die meisten Cafés öffnen früh (ab 7.00 / 8.00 Uhr), bieten Frühstück, Lunch, Snacks und Kuchen ABER nur bis ca. 16.00 Uhr, dann übernehmen Pubs und Bars, wo man zumeist auch noch einen guten Kaffee bekommt.
Auch Weinverkostungen sollte man eher ab dem späten Vormittag und in den frühen Nachmittagstunden planen, da die meisten Weinbaubetriebe ab 16.00 Uhr ihre Kellertore schließen. Mehr zum Thema Wein findest du hier.
Eine angenehme Ausnahme war hier das C1 Café in Christchurch. Ein Café, dass in ein altes Postgebäude gebaut wurde, dass auf wundersame Weise das Erdbeben recht unbeschadet überstanden hat. Doch das spektakuläre dort ist die Art und Weise, wie einem die Sliders (Miniburger) an den Tisch serviert werden. Wie in den meisten Cafés bestellt man an der Theke, bezahlt und sucht sich seinen Tisch. Dann wird das Essen serviert – nicht so bei den Sliders. Diese werden per Rohrpost an den richtigen Tisch gesendet. Dort macht es dann „Bing“ und man entnimmt seine Burgerchen aus der Röhre … sehr witzige Idee!

 

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Sliders und Curly Fries im C1

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Baby Burger im C1

Generell fanden wir das C1 besonders toll, weil es sehr viele kreative Details hatte, wie einen alten Zahnarzt-Mundspülgerät oder eine alte Nähmaschine – beides als Wasserspender. Die Toilette war nur über eine Geheimtür zugänglich (Bücherregal, dass mysteriös zur Seite gleitet) und die Vitrine war besonders kreativ gefüllt.

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Vitrine im C1

Ein paar weitere Tipps:
Das CaffeineLaboratory in Christchurch serviert exzellenten Kaffee, herrliche kleine Süßspeisen und traumhafte Frühstücksgerichte – nicht ganz günstig, aber sehr kreativ!

Das sehr stylishe The Smiths Artisan Coffee and Eatery in Christchurch befindet sich derzeit in Restart … also der Containeranlage mitten in der Innenstadt. Herrliche Teesorten, super Lunch-Snacks und gesundes Frühstück.

Im Hello Sunday in Christchurch kann man herrlichen Kuchen genießen. Leider haben wir es nicht rechtzeitig geschafft, um noch was zu Mittag zu essen, aber Kaffee und Kuchen waren ausgezeichnet und man kann sehr nett im Innenhof sitzen und Zeitung lesen.

Eines meiner absoluten Highlights: Das Vudu Café in Queenstown. Dort gibt es einfach alles raw food, low-carb, Smoothies, Paleogerichte aber auch geile Mehlspeisen und Burger mit Biofleisch… für jeden was dabei!

Das Nova in Dunedin präsentiert sich als gut besuchtes Galerie-Café-Restaurant mit etwas gehobeneren Preisen, wobei aber auch die Portionen entsprechend riesig sind. Besonders der Tee kommt sehr cool verpackt (in Streichholzschachteln portioniert) daher.

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Restaurants bieten teilweise auch Frühstück, Lunch und Dinner oder öffnen erst für das Abendessen ab ca. 17.00 Uhr, wobei man jedoch wissen sollte, dass diese von den Neuseeländern vorwiegend zu Anlässen wie Geburtstage, Feiertage oder beruflichen Feiern besucht werden. Essen gehen ist teuer und daher kommt es schon vor, dass in absoluten Touristenhochburgen auch mal nur zwei bis drei gute Restaurants im Umkreis von 20 km zu finden sind, denn die Neuseeländer leisten sich zwar ihr eigenes Ferienhaus oder zumindest den Campingwagen am Meer, aber kochen vorwiegend selbst und Barbecue hat natürlich auch einen hohen Stellenwert. So erlebt in Kaiteriteri (angrenzend am Abel Tasman National Park), wo zu Weihnachten geschätzte 1500 Touristen und Zweitwohnsitzler verweilen, es aber gerade mal zwei Lokale (außer unserem rein vegetarischen Hotelrestaurant) gibt. Zum Glück haben wir jedoch im 12 km entfernten Nachbarort Marahau ein extrem nettes Lokal namens „Hooked on Marahau„, direkt am Strand gefunden. Dort kann man herrlichen, fangfrischen Fisch aus der Bucht und die bekannten Grünschal-Muscheln essen.

Es verwundert aber auch kaum, dass man in Neuseeland herrlich Sushi Essen gehen kann. Und nachdem es nicht einfach ist, im besten Sushi-Lokal von Christchurch spontan einen Tisch zu bekommen, haben wir wieder einmal auf Google und Tripadvisor vertraut. Und wurden nicht enttäuscht, den nicht nur das das Ace Wasabi (Teppanyaki & Japanisch) in einem etwas kuriosen Ambiente in einem unzerstörten Viertel liegt, es gibt auch herrliches Sashimi, kreative Makis und Sushi sowie warme Speisen (die Vorspeisen Jakobsmuscheln sind sehr zu empfehlen). Die Rollen mit geräuchertem Aal waren herrlich.

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Wem Sushi nicht mehr exotisch genug ist, der kann im Bluekanu in Queenstown noch kulinarisch etwas dazulernen. Ganz nach dem Motto „Flavours that float your boat“ wird hier polynesisch gekocht und entsprechenden Tiki-Style findet man auch in der Deko wieder.

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Sehr zu empfehlen sind die „Crisp Chilli Lamb Ribs with Nuoc Cham“. Aber auch die „Steamed Pork and Smoked Eel Dumplings with Black Rice Vinegar“ waren ebenso spitze.bluekanu3

 

Aber auch die Desserts beherrschen unsere polynesischen Freunde sehr gut: „Cardamom and Vanilla Panna Cotta, Baby Coconut Marshmallow, Lychee Sorbet“. Und außerdem so schön angerichtet:bluekanu5 bluekanu02

Tja, wer jetzt noch nicht Lust auf die neuseeländische Café- und Restaurantszene hat, dem gebe ich liebend gerne hiermit den Rest: das „Roots“ in Christchurch – Lyttelton. Eines der besten in Neuseeland. Das in Europa bereits boomende Konzept der Regionalität, Rückbesinnung auf natürliche Geschmackserlebnisse und aus den einfachsten Zutaten, das maximalste Geschmackserlebnis herauszuholen, funktioniert scheinbar auch am anderen Ende der Welt. Und anlässlich meines Geburtstags führte mich mein Mann in das tolle Hafenlokal aus!

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Roots, Lyttleton

Der Abend sollte aber noch einige weitere Überraschungen bereithalten, wie z.B. die Bewirtung durch eine österreichische Kellnerin, die in die gleiche Schule, wie mein Mann ging, nur eben ein paar Jahre zuvor. Aber auch die Weinbegleitung durch österreichischen Wein, der Genuss von Aal und so manchem unbekannten Pflänzchen, machte den Abend zu einem Spektakel. Wer also Christchurch besucht und gerne schön und exklusiv Essen geht, darf diesen Gourmet-Hotspot keinesfalls verpassen. Hier ein paar Eindrücke unseres vorbestellten 12-Gänge-Degustationsmenü:

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Rochen aus der Bucht vor Lyttleton

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Zartes Aalfleisch

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Dessert Nr. 1 mit Rote Rüben, Rharbarber und Marshmallow-Schnee

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Dessert Nr. 2 mit diversen Cremes … einfach traumhaft

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So schlicht. So schön.

Das war bestimmt nicht das letzte Mal in Neuseeland und wenn ich zurückkehre, kann ich kaum die neuesten kulinarischen Highlights erwarten.

Tastes good to me!

 

 

 

Travel Guide Neuseeland: Die Südinsel und der Wein

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In Vino veritas!“ Wie sehr dieses Sprichwort stimmt, haben wir in Neuseeland erfahren. Denn es braucht schon etwas mehr als ein gutes Klima und einen geeigneten Boden, um sehr guten Wein herzustellen. Die Wahrheit ist, das es viel Know-how, Ausdauer und Mut benötigt, seinen eigenen Weg zu gehen und am Ende exzellenten Wein herzustellen. Um sich davon selbst zu überzeugen, kann man in den Regionen Central Otago und Marlborough die Wahrheit im neuseeländischen Wein suchen 😉

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Central Otago

Natürlich bekommt man nicht nur in diesen beiden Weinregionen deren exzellenten Wein. Auch im touristischen Queenstown gibt es einen tollen „Verkostungsraum“ namens The Winery, der im Grunde eine breite Palette an neuseeländischem Wein anbietet und man absolut nur das bezahlt, was man verkostet hat – nämlich mit seiner Chipkarte, die man an den „Weinzapfautomaten“ hält, der einem den Wein frisch aus der Flasche einschenkt.

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Weiters gibt es kleine, feine Snacks zum Essen und eine Menge an Weinliebhaber-Krims-Krams. Und wer hier nicht genug bekommt, kann sich den Wein auch in die ganze Welt nachhause schicken lassen (für wohlfeile 270,- Euro Versandkosten bei 24 Flaschen nach Österreich 😉

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Die Gläser und Dekanter in dieser Vitrine kamen uns besonders bekannt vor 😉

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Riedel Gläser soweit das Auge reicht…

In Central Otago ist die kleine Stadt Cromwell das Zentrum der Weinregion. Da wir dort herausgefunden haben, dass die Weingüter für Verkostungen schon mitten am Nachmittag schließen, haben wir auch gleich die beste Alternative kennengelernt: das Restaurant „The Nose“. Hier kann man den ganzen Tag über verkosten und herrliches Essen genießen. Vermutlich weil hier ein Motorsportpark angeschlossen ist, auf dem sich potente Benzinbrüder austoben können, die im Anschluss aber schon noch gediegen Lunch oder Dinner zu sich nehmen möchten. Zuerst haben wir uns einen „Verkostungspalette mit 6 verschiedenen Weinen“ gegönnt. Man bekommt je ca. 100 ml um gesamt 25 NZ$ und die Auswahl bestand aus dem hauseigenen Rosé 2014, einem Peregrine Dry Riesling 2010, einem hauseigenen Pinot Gris 2014, einem Mount Difficulty Sauvignon Blanc 2014, einem Mount Michael Pinot Noir 2013 und einem Pinot Noir 2013 vom Weingut Hawkshead. Zu all diesen hervorragenden Weinen passte auch die kalte Platte für zwei mit dem klingenden Namen „Taste of the Region“ sehr schön dazu.

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Diese bestand aus einer Auswahl an Delikatessen aus Central Otago Bio-Käse, ein Stück Honigwabe, Olivenöl, warmes Ciabatta und glacierte Nüsse. Dies war der perfekte Nachmittagssnack und machte uns umso neugieriger, was die Küche hier sonst noch zu bieten hatte. Daher stellten wir unseren Campingwagen ab und kamen zu Fuß wieder, da es in Cromwell leider keine Taxis gibt. Da der freundliche Keller jedoch versprochen hatte, uns nachhause zu bringen, genossen wir noch ein herrliches Abendessen sowie die Verkostung weiterer 7 Weine. Hicks 😉

Wir haben versucht, möglichst viel Wein aus dieser Region zu verkosten und kamen zu dem Schluss, dass nicht nur der bekanntermaßen außerordentliche Pinot Noir, der ca. 15 % des Anbaus ausmacht, ein Traum ist, sondern auch der Pinot Gris besonders fein und aromadicht daherkommt. Auch Chardonnay, Riesling und Gelber Muskateller werden immer populärer in Neuseeland.

Den Sauvignon Blanc haben wir uns für die zweite Weinregion aufgehoben, denn schließlich macht diese Rebsorte ca. 68% des gesamten Weinanbaus aus. Die Marlborough Region ist bereits bekannt für Ihre exzellenten Böden und folglich dem Endresultat!

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Pegasus Bay

Am Weg an der Ostküste von Christchurch in diese Region sei aber auch Waipara mit ein paar sehr guten Weingütern erwähnt. Meiner Meinung allen voran: Pegasus Bay Weingut und Restaurant.Wir wollten nur einen kleinen Snack zu uns nehmen, daher bestellten wir drei Vorspeisen, die sich jedoch als vollwertige Mahlzeit entpuppten. Zu unserem „Linsendip mit Kernen, Nüssen und gegrilltem Fladenbrot“,  den „Ziegenfrischkäse-Zigarillos mit geräucherter roter Rübe sowie Pistazien und Pilzen“ und den „Entenwürstel, Entenschinken und gebratenen Feigen“ verkosteten wir natürlich auch ein paar der hauseigenen Weine und haben uns sofort in den Riesling 2007 sowie die Cuvée aus Sauvignon und Sémillion verliebt.
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Das Weingut und Restaurant ist ein reiner Familienbetrieb und zeigt auf beeindruckende Weise, was aus einem solchen entstehen kann, wenn man harte Arbeit, Qualität, Liebe zur Kulinarik und seiner Heimat vereint. Einfach toll!

Pegasus Bay

Gärten Pegasus Bay Winery and Restaurant

Genauso begeistert waren wir, als wir in Blenheim ankamen. In der Toursimusinformation bekommt man eine kleine „Marlborough Wine Trail“ Karte, die die wichtigsten Weingüter anführt. Nach Konsultation unseres Weinführerbuches entschieden wir uns für den Besuch des Weinguts „Cloudy Bay“. Ein sehr hübsch angelegtes Weingut, aber doch schon als deutlich großer Produzent erkennbar und auch auf größere Menschenmassen ausgelegt. Die Weine waren sehr gut aber teilweise schon etwas überfordernd in ihrer Aromavielfalt bzw. -intensität.

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Saint Clair

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Zwei Eigenschaften, die uns auch im Weingut „St. Clair“ auffielen. Dort aßen wir auch einen kleinen Snack: eine Vorspeisen-Fischplatte, die sich wiederum als echter Gaumenschmaus und locker ausreichend für zwei entpuppte.

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Nachdem uns in beiden Weingütern sehr nette Damen die Weine erklärten und verkosten ließen, sei aber leider auch vor einem nicht so gemütlichen Verkostungsraum gewarnt: Allan Scott Family Winemakers. Dieser „Weinkeller“ hat uns leider nicht überzeugt. Einerseits war das Personal sehr uninteressiert an uns als Gästen, die Atmosphäre sehr kühl und auch der Wein entsprechend lieblos.

Nachdem unsere Verkostung auch an diesem Tag eher abrupt um 16.00 Uhr endete, mussten wir einfach noch einen zweiten Verkostungstag einlegen. Also beschlossen wir, ganz am anderen Ende der Karte mit unserer Tour zu beginnen und dies war wohl eine göttliche Fügung. Denn dort war das Weingut „Clos Henri“ eingezeichnet.

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Eine ehemalige Kapelle als Verkostungsräumlichkeit ließ uns schon beim näherkommen sehr schmunzeln. Als jedoch dann der Verkostungsleiter auch noch ein Franzose war, fühlten wir uns fast wie in Europa. Matthieu erzählte, dass das französischstämmige Weingut nach Neuseeland kam, um neue Böden bzw. Gebiete mit spannenden Voraussetzungen zu finden. Dann erklärte er uns genau welche Rebsorte auf welchem Boden angebaut wurde und wir verkosteten ein paar köstliche „Tröpchen“ und bestellten dazu eine kleine Käseplatte. Nachdem wir den Wein hier besonders gut fanden und schließlich auch erfuhren, dass das Weingut zu den wenigen bio-zertifizierten gehört, das Wein noch nach althergebrachten Methoden herstellte, beschlossen wir uns nur mehr diese Art von Weingütern anzusehen (mehr dazu auf manaorganicwines.co.nz).

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Über Wein philosophierend vergaß der liebe Matthieu jedoch unser Baguette aus dem Ofen zu nehmen und auf meine Nachfrage verschwand er in einer stinken Rauchwolke in der Küche. Wir mussten sehr lachen, als er uns peinlich berührt um etwas mehr Geduld bat, da er ein neues Baguette aufbacken musste. Doch schließlich hatte es sich wirklich gelohnt und wir genossen unseren kleinen Snack sowie ein gutes Glas Wein mit herrlicher Aussicht.

Gestärkt fuhren wir weiter zum Weingut „Fromm“ und „Seresin“ wo man den Wein sogar gratis verkosten kann, da diese Betriebe eben nicht von Touristen überschwemmt werden. Zudem sei hier zu erwähnen, dass in beiden Weingüter interessante Sauvignon Blancs und Pinot Noirs zu finden sind, die für die perfekte Zeitspanne in Barriquefässern ausgebaut wurden und dadurch eine ganz spezielle Toast-Note erhalten – sehr raffiniert! Unsere letzte Station an diesem Tag führte uns noch zum Weingut und Restaurant „Hans Herzog„.

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Bei einer kleinen Weingarten- und kellerführung erzählte uns die französische Sommelière, dass der Eigentümer, Hans Herzog, ein echter Weinflüsterer sei, denn er ist jeden Tag im Weingarten unterwegs und pflegt seine Rebstöcke. Dabei hat er viele unterschiedliche „Kinderlein“ zu pflegen immerhin baut er 26 verschiedene Sorten auf nur 11,5 ha an. Daraus werden dann absolute Spitzenweine in Kleinstmengen produziert und so lange gelagert, bis Herr Herzog entscheidet, dass sie reif zum Trinken sind. Ein spannender Ansatz und absolut schlaue Qualitätskontrolle. Nach so vielen positiven und interessanten Eindrücken in die Welt des Weins beendeten wir diesen Abschnitt unserer Neuseelandreise mit einem fullminaten Abendessen im Bistro von Hans Herzog, da sein Michelin-Sterne-Lokal zu diesem Zeitpunkt nicht geöffnet hatte. Cheers!

 

Tastes good to me!

 

Koreaner essen auch Brot und Butter

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Immer auf der Suche nach neuen Lokalen, die sehr gut sind aber noch nicht total überlaufen, sodass man ohne ein Monat vorher zu reservieren spontan einen Tisch für zwei Personen bekommt, sind wir zufällig auf das neu eröffnete „Modern Korean“ gestoßen. Vielleicht lag es daran, dass Montag und Länderspiel war, aber wir reservierten um 18 Uhr und bekamen sofort einen Tisch. Vielleicht wurde die Werbetrommel aber auch noch nicht zu intensiv gerührt, da das Lokal erst seit 1. September in den ehemaligen Kim-kocht-Räumlichkeiten in der Lustkandlgasse 4-6 im 9. Wiener Bezirk gibt. Und wer könnte Kim besser nachfolgen, als einer ihrer Schüler? Dohoon Kim verwöhnt gemeinsam mit Küchenchef Norbert Stanek die Genießer von gehobener koreanischer Küche mit modernem Twist (da stand Frau Kim sicher mit dem einen oder anderen Ratschlag zur Seite). Das Ambiente ist spannend: einerseits sehr gemütlich durch die Echtholzwandvertefelungen, die mit Kupfertönen einen modernen Touch bekommen, andererseits die Hektik in der Küche, die angeschlossen an die Bar des Lokals nur durch eine Glaswand zum Gästeraum getrennt ist und man somit die fleißigen Köche bei jedem Handgriff beobachten kann.

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Das nette Team hat nicht lange gebraucht, um uns für ein 5-Gänge-Menü zu begeistern, denn neugierig sind wir und Hunger hatten wir auch. Als Gedeck gab es Butter mit Misobröseln on top zu zwei Sorten Brot – natürlich hausgemacht, einmal mit schwarzen Bohnen… was mir so geschmeckt hat, dass ich mir die zweite köstliche Sorte nicht einmal gemerkt habe.

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Der erste Gang: „Cobia Kräuteröl Kräutersalat Zitrusaromen“. Ein weißer Fisch aus dem Pazifik mit sehr feinem Fleisch, die Kräuter- und Zitrusaromen waren fantastisch und der empfohlene Weißwein korrespondierte vorzüglich. Und ich muss sagen, jeder Gang wurde immer besser. Es folgten „Jakobsmuschel Süßkartoffel Misodashi Gurke“ sowie „Calamari Wassermelone Cous Cous“. Beides perfekt gegart und butterweicher Konsistenz mit erfrischend neuen Kombinationen der Beilagen.

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Aber erst beim „Tuna Steak Asiagemüse“ hätten wir gerne vor Freude applaudiert. Ich habe vor geraumer Zeit ein wenig Ekel vor Thunfischsteaks entwickelt, einfach weil die Qualität nicht gut war und ich mir einfach nicht vorstellen kann, wie so viel Thunfisch in der Welt wachsen soll, wie wir Menschen verzehren. Tja, das Team von Modern Korean hat mir zumindest den Ekel genommen und da die einzelnen Gänge eine Auswahl der Küche waren, war zumindest mein Gewissen nicht ganz so beunruhigt, da ich den Thunfisch nicht aktiv bestellt hatte.

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Die nächste Gaumenfreude kam in Form von einer 2er Variation des Schweinebauch daher. Und was soll ich sagen, Fett ist nun einfach DER Geschmacksträger – in so einem kleinen Stück Schwarte macht sich dann auch mein Figurbewusstsein gemütlich und sagt „Schwein drüber“.

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Die Vollendung dieses sagenhaften Menüs wurde schließlich in Form des Bulgogi Steaks mit Graupen, Pilzen und Jungspinat serviert. So wie es sein muss: Zartes Fleisch, eine würzige Sauce, knackige Graupen, Pilze und Gemüse am Punkt! Wir haben die vielen pikanten Gänge so genossen, dass wir kein Dessert mehr essen konnten, aber da es sicherlich bald wieder eine Wiederholung dieses Abends geben wird, können wir das ja bestimmt noch nachholen. Mein Resümee: 100 Punkte für ein sehr engagiertes Team, großartiges Essen und gemütlichem Ambiente.

Tastes good to me!

Kleiner Mostviertel-Abstecher: regionale Produkte und ein schattiges Plätzchen

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Geheimnisse sind bei mir wirklich sicher. Wenn es jedoch um kulinarische Geheimtipps geht, singe ich gerne wie ein Vöglein. Vor ein paar Tagen durfte ich mich selbst über eine Restaurant-Empfehlung freuen, denn umso wichtiger sind derartige Tipps, wenn man unterwegs ist oder sogar in der Heimatregion Neuentdeckungen gibt. Daher möchte ich heute den Gasthof Hueber in St. Georgen an der Leys vorstellen, wo ich sonst wahrscheinlich niemals hingekommen wäre, denn der Ort St. Georgen an der Leys hat meines Wissens nach keine nennenswerten Attraktionen bzw. fährt man wahrscheinlich sonst nur durch.

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Warum ist dieser Gasthof einen Besuch wert?
Long story short: die Küche fabriziert hervorragendes Essen mit regionalen Zutaten und der Gastgarten ist sehr gemütlich.

Short story long:
Wie ich erfahren habe, kochte der Juniorchef bis vor kurzem im Haubenrestaurant „Smaragd“ (À-la-carte-Gourmetlokal des Hotel Schachner in Maria Taferl mit 2 Gault-Millau-Hauben und nur 6 Tischen). Nun ging er in den elterlichen Betrieb zurück und haucht dem Gasthof frischen Wind ein. Seine Kreationen sind stark auf regionale Zutaten (Salat aus der Region, Brot, Schafkäse, Fisch aus dem Ort, etc.) ausgelegt, mit viel Raffinesse gepaart und einem mehr als fairen Preis-Leistungs-Niveau gekrönt.

Da unser Besuch an einem sehr heißen Sommertag war, haben wir im wunderschönen Gastgarten Mittag gegessen – gleich neben dem hauseigenen Kräuter- und Gemüsegarten.

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Ich habe die marinierten Ochsenherztomaten mit König’s Schafkäse, Basilikum und gebratenem hausgemachten Kartoffelbrot (mit Speckstücken in der Krumme und einer herrlichen Kruste!) um 5,90 Euro gegessen und war danach wirklich gut gesättigt.

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Meine Begleitung gönnte sich eine große Portion steirischer Eierschwammerlsauce mit einem fluffigen Semmelknödel um 10,90 Euro und einem gemischten Salat (alles selbstgemacht: Karotte, Erdäpfel !!!, Zucchini-Kohlrabi, Kraut, Blattsalat) um 2,50 Euro. Ein wirklich herrliches Mittagessen um einen sehr fairen Preis in sehr schöner Umgebung. Herz, was willst du mehr?

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Ich werde dem Gasthof Hueber sicherlich bald wieder einen Besuch abstatten und diesen Beitrag um weitere Kommentare ergänzen, aber in der Zwischenzeit kann ich euch nur wärmstens empfehlen, selbst einmal vorbeizuschauen!

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Tastes good to me!

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